Stutenseer Stadtlauf 2014: Laufen nach Gefühl

Heute stand der zweite Wettkampf des Jahres auf dem Plan. Der Stutenseer Stadtlauf hat ein flaches Profil und ist sehr nah zu meiner Wohnung gelegen. Zwei Pluspunkte, die meine Wahl zu seinen Gunsten beeinflussten. Außerdem war da noch diese aktuelle PB aus dem Jahr 2012 (41:51 min), die so langsam einmal abgelöst werden sollte.

Als ich mir gerade den Pulsgurt und die Startnummer angelegt hatte, gab es eine schlechte Überraschung: der Akku von meinem Forerunner war leer. Ich hatte die Uhr zwar noch am Vortag zum Laden eingesteckt, aber dabei anscheinend nicht darauf geachtet, ob das Kabel auch korrekt sitzt. Sehr ärgerlich und für eine Minute hatte mir das auch echt die Lust verdorben. Aber he, was soll’s? Lieber bei einem solchen Wettkampf, als beim Saisonhighlight. Und das war ja nicht das erste Mal, dass ich nur nach Gefühl laufe.

Ich gehöre zu der Fraktion, die sehr gerne mit einer GPS Uhr läuft. Beim Wettkampf kontrolliere ich damit gerne meine Geschwindigkeit und das hilft mir vor allem auf den ersten Kilometern dabei, nicht zu schnell zu laufen. Genau das passierte aber und nach dem Passieren der dritten Kilometermarke spürte ich ein leichtes Seitenstechen, das mich zu einer angepassteren Geschwindigkeit zwang.

Da ich meine aktuelle Laufgeschwindigkeit nicht einschätzen konnte, hoffte ich in der Mitte des Laufs noch, eine Zeit von unter 45 Minuten zu schaffen. Quasi als Mindestziel, um den Wettkampf als Lehrstunde abzuhaken. Zeitweise kam mit meine Pace nicht besonders schnell vor, allerdings konnte ich das nur anhand meiner Atmung beurteilen.

Im Ziel gab es leider keine große Zeitanzeige, aber meine Freundin meinte, dass ich bei 41 oder 42 Minuten da war. Hundertprozentig sicher war sie sich allerdings auch nicht. Ich setzte mich nach dem Lauf direkt auf mein Rad und fuhr noch 50 km, denn der Wettkampf war als Teil eines Koppeltrainings geplant gewesen.

Als ich am Abend einen Blick in die offizielle Ergebnisliste warf, staunte ich nicht schlecht, als ich mein Ergebnis entdeckte. Ich bin tatsächlich 41:29 min gelaufen und habe damit meine bisherige PB aus dem Jahr 2012 verbessert. Und das unter den gegeben Bedingungen.

Ich habe an Ostern einen weiteren 10k Wettkampf geplant und hoffe, dass ich dann (mit Uhr) kontrolliert die 39:xx angreifen kann.

Stadtwerkelauf Karlsruhe 2013: DNF is not an option!

Im letzten Jahr bin ich beim Volkslauf der Stadtwerke Karlsruhe meine aktuell noch bestehende persönliche Bestzeit über 10 km gelaufen. Ein Lauf, der mir noch gut in Erinnerung ist. In diesem Jahr war ich ebenfalls wieder am Start und der Lauf wird mir sicher auch gut in Erinnerung bleiben. Denn bisher war ich noch nie so nahe dran, einfach das Handtuch zu werfen und einfach aufzugeben.

Der Wettkampf war auch irgendwie ein Experiment: wie schnell kann ich nach drei Wochen Urlaub (fast) ohne Training eigentlich laufen? Die Antwort: erstaunlich schnell. Die ersten beiden Kilometer liefen erstaunlich in einem Schnitt von unter 4 min/km. Leider breitete sich dann ein ziemlich unangenehmes und schmerzhaftes Seitenstechen in meinem rechten Oberkörper aus. Ich nahm darauf Tempo heraus und lief erst mit einem Schnitt von 5:00 min/km, kurz darauf aber auch deutlich langsamer.

Das fühlte sich nicht nur körperlich richtig schlecht an. Der Gedanke, einfach auszusteigen kam auch recht schnell. Als ich mir aber sicher war, dass es nur ein harmloses Seitenstechen und nichts ernsthaftes ist, versuchte ich noch, das Beste aus der Sache zu machen. Wenn schon keine neue Bestzeit, dann wenigstens ein Tempowechsellauf, der beim Intervalltempo begann und über GA1 schließlich mit GA2 endete. Und obendrauf gab es im Ziel sogar noch eine kleine Medaille, da es in diesem Jahr die 30. Auflage des Stadtwerkelaufs gab. Am Ende beendete ich den Lauf in 48:48 Minuten, das ist eigentlich ein reiner GA2 Lauf schneller. Aber Haken dran und weiter nach vorne blicken. Ein kleiner Trost: der Lauf musste aufgrund des schlechten Wetters kurzfristig in seinem Verlauf verändert werden und war daher 300 Meter zu lange. Eine richtige Bestzeit hätte man dann sowieso nicht laufen können…

Fazit: jeder Wettkampf ist ein Abenteuer. Ich freue mich schon auf das nächste.

Ettlinger Altstadtlauf 2013

Mit dem Ettlinger Altstadtlauf verbinde ich sehr viel. Vor vier Jahren war es schließlich genau dieser Lauf, der die Faszination für den Ausdauersport in mir weckte. Eine Faszination, die zur Leidenschaft wurde und immer noch anhält.

Meine körperliche Verfassung war diesmal aber nicht ganz optimal. Die Nachwirkungen der Challenge Kraichgau sowie der lockeren Radtour mit den Kollegen steckte mir noch in den Beinen. Am Tag vor dem Lauf wollte ich dann aber trotzdem mal testen, wie es um meine Beine steht. Also nach der Arbeit geschwind in die Laufschuhe geschlüpft und ganz locker 5 km gelaufen. Mehr als locker war aber auch nicht drin. Zumindest nicht ohne übermäßige Quälerei.

Nun ja, was soll’s. Man kann nicht in jedem Wettbewerb eine neue persönliche Bestzeit aufstellen. Vor allem, wenn man nicht ernsthaft darauf trainiert hat. Und so sehr ich den Altstadtlauf auch mag: In meiner Jahresplanung gibt es andere Höhepunkte. Daher war meine Strategie einfach: Einfach mal sehen, was geht.

Eine Besonderheit am Rande: Neben den eigentlichen Wettbewerben gab es zum 10. Jubiläum auch noch eine “Promi-Staffel”, in der neben dem Bürgermeister, dem Geschäftsführer der Stadtwerke und dem Vorstand der Volksbank auch die Triathlonprofis Thomas Hellriegel, Daniel Unger, Stephan Vuckovic sowie Marathon-Ass Sören Kah mitliefen. Für einen Ort wie Ettlingen wirklich klasse.

Der Lauf war so, wie ich erwartet hatte: hart. Vor allem die ersten 5 km waren sehr anstrengend. Mir schien, als ob meine Muskulatur danach etwas lockerer war. Das Laufen fiel mir jedenfalls leichter. Wobei leichter hier nicht mit leicht verwechselt werden darf. Ich war sehr froh, als ich endlich im Ziel war. Offiziell sind es dann 42:32 min geworden, was mich ehrlich gesagt überrascht hat. Ich hatte beim Start gehofft, möglichst nahe an die 45 min zu kommen.

Winterlaufserie Rheinzabern 2012/13 Teil 1: 10 km

Winterlaufserie RheinzabernAm dritten Advent findet jedes Jahr der erste Lauf der Winterlaufserie in Rheinzabern statt. In diesem Jahr war ich bereits zum dritten Mal am Start über die 10 Kilometer. Ich befinde mich derzeit mitten im Grundlagentraining für die kommende Saison und hatte es daher auch nicht auf eine neue persönliche Bestzeit abgesehen. Es sollte für mich eher ein flotter Tempodauerlauf werden, um mal wieder Wettkampfluft zu schnuppern, einige Bekannte zu treffen und in meinen Trainingsalltag etwas Abwechslung zu bringen.

Am morgen vor dem Lauf merkte ich, dass der Akku meines Forerunners leer war. Spontan entschied ich mich dazu, das Beste daraus zu machen und heute auf mein Gefühl zu hören. Ein gutes Geschwindigkeitsgefühl ist ja auch nicht verkehrt.

Während der Fahrt nach Rheinzabern gab es einen wirklich fiesen Platzregen, der meine Gedanken auf das Thema Soll ich wirklich starten? lenkten. Bis zu meiner Ankunft in Rheinzabern hatte der Regen aber glücklicherweise aufgehört. Die Temperaturen waren mit circa 7 Grad Celsius mild genug, um in einer 3/4 Hose und einem kurzen Shirt zu laufen. Am dritten Dezember hat das schon was für sich.

Ich hatte die Befürchtung am Anfang direkt zu überpacen und ging die Sache daher recht locker an. An der ersten Kilometermarke war ein Helfer, der die Zeit ansagte: 4:50 Minuten. Nun, auch wenn das nur ein ganz lockerer Tempodauerlauf werden sollte, wollte ich doch gerne unter 45 Minuten bleiben. Dazu musste ich noch ein wenig Geschwindigkeit zulegen. Die Hälfte der Strecke erreichte ich nach 21 Minuten und 50 Sekunden, wie ich der Ansage eines weiteren Helfers entnahm. An dieser Stelle muss ich auch mal sagen, dass ich diesen Service echt klasse finde. Knapp unter 22 Minuten bedeutete, dass ich voll auf Kurs sub 45 war. Sauber! Ich lief (zumindest gefühlt) gleichmäßig weiter bis zu km 8 und zog dann die Geschwindigkeit etwas an. Die Ziellinie überschritt ich dann in 43:31. Für mich ein super Ergebnis und meine drittschnellste 10 km Zeit bisher. Mitte Januar findet dann der nächste Lauf der Serie statt.

Hockenheimring Lauf 2012

Jeder kennt diese Wettkämpfe, auf die man sich lange und konzentriert vorbereitet und für die es nur ein Ziel gibt: eine neue persönliche Bestzeit zu laufen. Nun ja, und dann gibt es noch diese Wettkämpfe, zu denen man sich eher spontan und kurzfristig anmeldet. Ich sehe die letzte Kategorie immer als flotten Tempodauerlauf an.

Der Hockenheimring Lauf war definitiv ein solcher spontaner Wettkampf. Mein Ziel war daher eine Zeit von 43-45 Minuten, was ich mit einer 44:13 min genau erreicht habe. Die Motivation für die Teilnahme und das frühe Aufstehen am Feiertag waren aber ohnehin nicht eine bestimmte Zielzeit sondern ein Treffen mit Laufkumpel Chris und die Gelegenheit, mal auf einer Rennstrecke zu laufen.

Der Lauf an sich war echt gut. Die Rennstrecke ist breit genug, damit man jederzeit Mitläufer überholen kann und es zu keinem Stau kommt. Außerdem ist die Strecke recht flach, was den Lauf potentiell interessant für eine Bestzeit macht. Starker Wind könnte allerdings zum Problem werden, da es keine Gebäude oder Bäume gibt, die den Wind abschwächen könnten. Diesmal gab es allerdings keine solchen Probleme.

Was mir persönlich sehr gut gefallen hat war der Start. Es gibt auf der Rennstrecke nämlich zwei Startpunkte, an denen gleichzeitig gestartet wird. Nach einem knappen Kilometer treffen die beiden Startgruppen aufeinander und laufen gemeinsam auf der Strecke. Das entzerrt das Startfeld sehr schön und vermeidet den hektischen ersten Zickzack-Kilometer, den man von vielen Volksläufen kennt.

Hardtwaldlauf 2012

Eine feste Konstante im frühen Herbst ist für mich der Hardtwaldlauf im gleichnamigen Wald in Karlsruhe. Zumindest seit drei Jahren. Der flache Kurs hat mir in den letzten beiden Jahren jeweils eine neue persönliche Bestzeit über 10 km beschert.

In diesem Jahr ist es keine neue Bestzeit geworden, aber dennoch ein Ergebnis das mich sehr zufrieden gestellt hat. Mit einer Zeit von 42:10 Minuten war ich sehr dich an meiner momentanen Bestleistung von 41:51 Minuten dran. Ich bin wie so oft zu schnell gestartet und bekam nach ungefähr zwei Kilometern leichtes Seitenstechen. Daraufhin habe ich meine Geschwindigkeit etwas verringert. Zum Glück ging es dann aber recht bald wieder gut, so dass ich die Geschwindigkeit wieder etwas anziehen konnte. Wer weiß, vielleicht wäre ich ohne dieses Problem 20 oder 30 Sekunden schneller gewesen. So etwas hat man aber nicht in der Hand und daher denke ich da auch nicht weiter drüber nach. Der Lauf hat trotzdem Spaß gemacht und mich zumindest gedanklich einen Schritt weiter zu meinem 10 km Ziel 39:59 Minuten gebracht, das ich hoffentlich im kommenden Jahr erreichen werde.

Stadtwerkelauf Karlsruhe 2012 – Ein Schritt näher an der sub 40

Bereits zum dritten Mal bin ich beim Volkslauf der Stadtwerke in Karlsruhe gestartet. Die 10 Kilometer lange Strecke ist relativ flach und beinhaltet lediglich drei Steigungen. Zum einen wäre das eine Brücke, die man auf dem Hin- und Rückweg überqueren muss sowie eine langgezogene Steigung circa 800 Meter vor dem Ziel.

Mein Ziel für den Lauf war eine Verbesserung meiner aktuellen Bestzeit, die auf 44:07 Minuten stand. Ich hatte eine gute 43 ins Auge gefasst. Nach einem viel zu schnellen ersten Kilometer versuchte ich meine Kilometerzeiten unter 4:20 min/km zu halten, was mir auch gut gelang. Nach etwa drei Kilometern lief ich auf einen anderen Läufer auf, der das selbe Tempo lief. Ich hielt mich für den Rest des Rennens an ihn und lieferte mir einen kleinen Wettkampf mit ihm. Zumindest mich motivierte das enorm. Die beiden Anstiege auf den letzten zwei Kilometern waren dann noch anstrengend, aber ich konnte mich recht gut durchbeißen und bei 41:51 Minuten meine bisherige Bestzeit um mehr als zwei Minuten verbessern.

Danke an @JuliasTraumwelt für das Foto!

Nach dem Lauf meinten einige Bekannte das die Strecke eventuell zu kurz war. Laut meinem Forerunner bin ich 9,99 km gelaufen. Selbst wenn die Strecke ein wenig kürzer war bin ich dennoch sehr zufrieden mit meiner erreichten Zeit. Dadurch verringert sich auch der Abstand zur begehrten 39:59. Ich hoffe, das ich diese magische Grenze im nächsten Jahr durchbrechen kann. Oder zumindest den Abstand verringern kann.

Ettlinger Altstadtlauf 2012

In der letzten Zeit habe ich den Blog etwas vernachlässigt. Schuld daran war eindeutig das sommerliche Wetter und die damit verbunden Aktivitäten in der Natur. Dennoch möchte ich mit diesem Artikel damit beginnen, einige aufgestaute Dinge nachzuholen. An erster Stelle kommt hier der Bericht zu meinem letzten Wettkampf.

Der Ettlinger Altstandlauf ist eine Veranstaltung mit einer besonderen Bedeutung für mich: vor zwei Jahren bin ich hier nämlich meinen ersten Wettkampf überhaupt gelaufen. Nachdem ich im letzten Jahr keinen der begehrten und auf 1000 limitierten Startplätze mehr bekommen hatte, freute ich mit umso mehr, das ich in diesem Jahr wieder am Start sein konnte.

Das Wetter war sehr sommerlich und bei den hohen Temperaturen war mir klar, das hier keine Bestzeit drin sein würde. Außerdem war ich im gesamten Mai aufgrund meiner Verletzung nur 50 km gelaufen und weit von einer gute Form entfernt. Aber was soll’s: manchmal soll so ein Lauf ja auch einfach nur Spaß machen.

Der Kurs führte über drei Runden durch die Altstadt, wobei die letzte Runde etwas kürzer war. Meine Strategie für den Lauf war einfach: ich wollte am Anfang richtig Gas geben und danach sehen, was meine Beine noch hergeben. Quasi eine Art Tempotraining. Das lief soweit auch ganz gut. Die ersten beiden Kilometer konnte ich 3:52 bzw. 3:51 min laufen – ein absolut tolles Gefühl, das die Lust weckt einmal einen ganzen Wettkampf in diesem Tempo zu laufen (sofern der Körper da mitspielt). Ab Kilometer 3 spürte ich so langsam, das ich das Tempo nicht weiter halten kann und reduzierte es daher. Außerdem spürte ich auch immer mehr die Hitze. Am Ende kam ich mit knapp über 45 Minuten ins Ziel. In Anbetracht der Umstände eine sehr gute Zeit für mich.

Schallmauern sind zum Durchbrechen da

Ich bin gespannt, wie lange das Grinsen auf meinem Gesicht noch anhalten wird. Eigentlich bin derzeit in einer Art Wintermodus. Ich ziehe zwar immer noch regelmäßig meine Laufschuhe an, aber mein Schwerpunkt auf langsamen Läufen, um die Grundlagen zu erhalten und gleichzeitig die Grundlage für Training des kommenden Frühjahrmarathons zu schaffen. Daneben laufe ich einmal pro Woche eine schnellere Runde, um das Gefühl für die Geschwindigkeit nicht ganz zu verlieren.

Irgendwie scheint das meinem Körper sehr gut zu tun. Entweder das, oder es liegt an den niedrigen Temperaturen. Nachdem ich letzte Woche eine für mich absolut unerwartete persönliche Bestzeit im Halbmarathon gelaufen bin gab es heute die nächste Überraschung für mich. Heute fand nämlich der erste Lauf der Rheinzaberner Winterlaufserie statt. Ursprünglich hatte ich die Winterlaufserie zur Unterstützung meiner Motivation über die kalten Monate eingeplant. Nach dem Halbmarathon vom letzten Wochenende waren diese ursprünglichen Gedanken aber vom Tisch. Ich wollte die magischen 45 Minuten angreifen. Mein aktuelle Zeit waren genau 0:46, eine Steigerung von einer Minute war also im Bereich des Möglichen.

Rheinzabern ist eigentlich ein kleiner Ort mit weniger als 5000 Einwohnern. Die Winterlaufserie, die in diesem Jahr zum 30. Mal stattfindet, ist aber derart beliebt, das sicherlich 1000 Gäste anreisen, um mitzulaufen oder zuzuschauen. Ich war eine halbe Stunde vor dem Startschuss (traditionell um 10:05 Uhr) vor Ort, um meine Startnummer abzuholen und mich mit Freunden gemeinsam warm zulaufen.

Die Zeitmessung erfolgt nur brutto, daher suchte ich mir einen Startplatz im vorderen Drittel des Starterfelds. Schließlich wollte ich eine Bestzeit laufen. Der Start verlief stocken und ein Blick auf meinen Forerunner zeigte mir, das ich nach 30 Sekunden eine Pace von 5:50 hatte. Da musste sich aber noch einiges ändern, um die 0:45 ernsthaft anzugreifen. Kurze Zeit später konnte ich mich im Pulk der Läufer nach vorne durcharbeiten und problemlos meine Geschwindigkeit laufen. Den ersten Kilometer passierte ich bei 4:34, was eine klasse Zeit war, da ich die ersten Meter ja nur recht langsam voran kam. Die restlichen neun Kilometer konnte ich in einer relativ konstanten Geschwindigkeit durchlaufen. Ich schaute nach jedem Kilometer kurz auf den Forerunner und vergewisserte mich, das ich eine Pace von weniger als 4:30 hatte.

Als ich die Ziellinie überquerte stoppte ich den Forerunner bei 43:51. Die offizielle Zeit ist noch nicht abrufbar, sollte aber irgendwo bei 44:06 liegen. Ich kann das immer noch nicht so recht fassen. Vor einem guten Jahr bin ich das erste Mal 10 km in weniger als einer Stunde gelaufen und heute habe ich die gleiche Strecke in gut 18 Minuten weniger bewältigt. Das Grinsen über diese Zeit wird sicher noch einige Zeit bei mir anhalten. Abgesehen davon bestätigt mich das heutige Ergebnis auch in meinem Projekt “Marathon sub 3:30″ im kommenden Frühjahr. Und ich bin verdammt gespannt, wie sich meine 10 km Zeit im nächsten Jahr entwickelt.

PS: Ich bin wieder mit den Brooks PureGrit gelaufen. Dank Doppelknoten diesmal ohne Probleme :)

Nachtrag: Die offiziellen Zeiten sind da. Ich habe 44:07 gebraucht.

PSD Hardtwaldlauf 2011

Heute früh nahm ich am PSD Hardtwaldlauf teil. Nach dem tollen Lauf im letzten Jahr war dies schon meine zweite Teilnahme. Und genauso wie im letzten Jahr konnte ich auch diesmal eine neue persönliche Bestzeit erreichen.

Mein Ziel für diesen 10k Lauf war zum einen eine letzte schnelle Tempoeinheit für den Marathon in Frankfurt zu haben. Zum anderen war ich auch sehr neugierig darauf, wie nahe ich dem Ziel sub 0:45 kommen konnte. Bei meinem letzen 10k Lauf war ich ja noch 2 1/2 Minuten davon entfernt. Diesmal konnte ich den Abstand zu dieser Marke um eine Minute verkürzen. Das ist ein Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin.

Für den Kampf um jede Sekunde war das aber auch die falsche Veranstaltung. Zum einen wurde nur die Bruttozeit gemessen und zum anderen waren die Wege teils sehr eng, so dass es schwierig wurde, andere Läufer zu überholen, ohne diese zu behindern. Aber was soll’s. Ein Lauf muss Spaß machen, und das hat er gemacht. Wenn die 45 knacke, dann will ich das deutlich machen und am Ende nicht wegen ein paar Sekunden jammern. Das wäre dann auch ein Ziel für das nächste Jahr: die 45 unterbieten.

Eine kleine Anekdote am Rande: auf den letzten 500 Metern dachte ich auf einmal, dass ich die Geräusche eines Fahrrads hinter mir höre. Als ich über die Schulter nach hinten blickte sah ich aber keines. Stattdessen sah ich eine ziemliche flotte Läuferin, die einen Babyjogger vor sich herschob. Und nicht nur das: sie zog auf den letzten Metern an mir vorbei. Das war wirklich ziemlich cool.