Kein Fisch… zumindest noch nicht

Der Montag hat sich in den letzten Wochen zu meinem Schwimmtag entwickelt. Seit ich meinen Schwimmkurs begonnen habe, gehe ich noch einmal zusätzlich pro Woche ins Schwimmbad und übe. Trainieren will ich das noch nicht nennen.

Insgesamt komme ich so auf rund zwanzig Termine, an denen ich in diesem Jahr das Schwimmbad besucht habe. Ein super Schwimmer bin ich natürlich noch nicht geworden, aber ich kann eine positive Entwicklung erkennen. Nach meiner ersten Stunde im Becken war ich körperlich komplett erledigt und hätte auf der Stelle einschlafen können. Kein Wunder, mein Körper war diese Art der Belastung nicht gewohnt. Woher auch? In dieser Hinsicht spüre ich die deutlichste Verbesserung. Eine Stunde im Wasser strengt mich immer noch an, aber ich bin danach nicht mehr total erledigt. Außerdem kann ich jetzt zwei bis drei Bahnen am Stück schwimmen, was ich am Anfang auch nicht konnte. Am wichtigsten für mich ist allerdings, dass mir das Schwimmen wirklich sehr viel Spaß macht.

Irgendwie muss ich oft an die Zeit denken, in der ich halbwegs ernsthaft mit dem Laufen angefangen habe. Damals war ich (verglichen mit heute) sehr langsam und hatte nur wenig Ausdauer. Eine Strecke von sagen wir 10 Kilometern in einer Stunde zu bezwingen war damals recht weit weg. Und so etwas verrücktes wie einen Marathon (am Stück) zu laufen, war undenkbar. So etwas machen ja auch nur total verrückte Leute :) Ich habe aber damals gelernt, das Entwicklung ihre Zeit braucht und das rufe ich mir heute ins Gedächtnis. Ein Fernziel beim Schwimmen ist sicher eine große Distanz in einer kleinen Zeit zu schwimmen. Aber bis es soweit ist, müssen erstmal kleine Zwischenziele erreicht werden. Und so ein Zwischenziel ist für mich jetzt erst einmal 100 oder 200 Meter am Stück zu Schwimmen. Egal in was für einer Zeit, Hauptsache die Technik ist halbwegs gut.

Mir ist auch klar, das zwei Dinge elementar für einen Fortschritt sind: mehr Training und eine fachkundige Anleitung. Für mehr Training habe ich im Moment keine Zeit, da mein Fokus zu 100% auf dem Hamburg-Marathon und danach auf dem Halbmarathon in Mannheim liegt. Mein Schwimmkurs geht noch bis Ende April, so dass der zweite Punkt vorerst auch noch gesichert ist. Für die Zeit danach möchte ich mich einem Verein anschließen, den im Gegensatz zum Laufen denke ich nicht, dass ich das Schwimmen alleine lernen, bzw. verbessern kann. Neben dem Training ist das ja vielleicht auch eine schöne Gelegenheit, um Gleichgesinnte kennenzulernen.

Wie die Zeit einen verändert

Momentan laufe ich für meine Verhältnisse recht hohe Wochenumfänge, den größten Teil davon im lockeren Dauerlauftempo um meine Grundlagenausdauer zu verbessern. Der lockere Dauerlauf findet bei mir in meinem Wohlfühltempo bei einer Pace von 5:30 – 5:50 Minuten statt. Je nach Tagesform variiere ich hier. Das momentane Training sehe ich als erste Trainingsphase für meinen Frühjahrsmarathon in Hamburg. Und natürlich, um die Verlockungen der anstehenden Weihnachtszeit zu kompensieren :).

In der Regel laufe ich unter der Woche aus Zeitgründen nicht mehr als 10-12 Kilometer. Am Samstag oder Sonntag versuche ich aber, einen längeren Lauf über 20-25 Kilometer zu machen, um die größeren Distanzen nicht ganz zu verlernen. Und natürlich auch weil es Spaß macht, länger zu laufen.

Heute bin ich 22 Kilometer gelaufen und da ist mir aufgefallen, dass ich heute ganz locker die HM-Distanz in der selben Zeit laufen kann, für die ich mich im Frühjahr bei meinem ersten HM noch richtig quälen musste. Training zahlt sich aus und das motiviert mich enorm.