Motivation rockt

Motivation ist etwas Wunderbares. Idealerweise treibt sie uns im Alltag an und lässt uns unsere kleinen und großen Aufgaben mit Freude erledigen. Meine Motivation ist der primäre Grund, warum ich überhaupt Sport treibe. Wenn diese Motivation nachlässt, dann fehlt mir irgendwann auch der Sinn beim Sporteln. Schließlich investiere ich meine Freizeit und den ein oder anderen Euro und das soll sich am Ende auch irgendwie lohnen. Als Lohn diente mir in der Vergangenheit meist die Vorfreude auf ein großes Event und die Fortschritte, die ich in der Zeit dorthin machte. Weiterlesen

Posted from .

Das Ziel im Blick

Der Berlin-Marathon war mein letztes Highlight in diesem Jahr. Danach gab es zwar noch zwei kleine Wettkämpfe über jeweils 10 km, aber für diese hatte ich nicht speziell trainiert und war vor allem beim letzten Lauf auf dem Hockenheimring nur Just for Fun mitgelaufen. Das kann man ja auch mal machen. Frische Luft und Bewegung sind ja gesund.

Die Zeit seit dem Marathon in der Hauptstadt ist von unstrukturiertem Training und Regeneration geprägt. Einfach mal frei Schnauze Sport zu treiben (ich spreche hier bewusst nicht von Training) macht Spaß und ich genieße auch die Flexibilität, das ich auch mal einfach nichts mache und stattdessen die Beine hochlege.

In den letzten Wochen habe ich mir auch viele Gedanken über meine (sportlichen) Höhepunkte im kommenden Jahr und dem Weg dorthin gemacht. Herausgekommen ist eine übersichtliche Liste und ein Trainingsplan bis zur Challenge Kraichgau. Ich setze in der kommenden Saison auf die Trainingsempfehlungen von Joe Friel in Kombination mit Jack Daniels für das Laufen. Mir gefiel der Ansatz von Daniels schon bei der Vorbereitung auf Hamburg in diesem Frühjahr und Friel geht in eine ähnliche Richtung. In acht Monaten werde ich dann ja sehen, ob es für mich funktioniert hat. Die erwähnten Höhepunkte sind für mich:

  • 50 km Ultramarathon in Rodgau mit dem Ziel Spaß zu haben und in sub 5h ins Ziel zu kommen
  • Bienwald Halbmarathon im März mit dem Ziel sub 1:30h
  • Challenge Kraichgau mit dem Ziel freudestrahlend ins Ziel zu kommen
  • Berlin Marathon im September mit dem Ziel sub 3:10h
Der erste Punkt passt sicher nicht ideal in den Trainingsplan für die Challenge, aber der Grund für die Teilnahme ist in erster Linie das Treffen mit ganz vielen tollen Menschen und ein angeblich hervorragendes Kuchenbuffet. Mein Ziel wird in Rodgau daher auch kein schneller sondern eher ein langer Lauf sein. Ich sehe das als gutes Grundlagentraining an und bis zur gezielten Vorbereitung auf Berlin 2013 wird das auch sicher mein längster Lauf bleiben. In der Vorbereitung möchte ich mich daher auch auf wenige 35 km Trainingsläufe beschränken und es nicht übertreiben.
Anfang Dezember startet dann mein Trainingsplan für die Challenge. Bis dahin werde ich noch weiter unstrukturiert Sport treiben und mich und meinen Körper auf das was da kommt vorbereiten. Neben Grundlagen und Techniktraining ist das bei mir auch ein intensive Auseinandersetzung mit meiner Ernährung. Ich glaube zwar das meine Ernährung nicht völlig schlecht ist, aber es gibt sicherlich noch einiges an Optimierungspotential. Vor allem was das Essen bei der Arbeit angeht. Zum Glück bin ich beim Thema Essen sehr neugierig und experimentierfreudig.

 

Der Countdown läuft

Hinter mir liegen 22 Wochen Training. Noch genau eine Woche, dann ist der Tag X, den ich während dieser 22 Wochen immer im Fokus hatte: der Hamburg Marathon. Ich hatte in meinem bisherigen Leben noch nie eine so gute körperliche Verfassung, wie ich sie jetzt habe. Das liegt natürlich daran, das ich noch nie soviel trainiert habe. Das fühlt sich wirklich gut an.

Dieses gute Gefühl ist für mich ein deutlicher Zugewinn an Lebensqualität und ganz unabhängig vom anstehenden Marathon ein Gewinn. Während meiner noch kurzen Laufkarriere hat sich die körperliche Betätigung im Freien sehr positiv auf mich ausgewirkt.  Am augenscheinlichsten ist die Wirkung auf meinen Speck (weniger) und meine Muskulatur (mehr). Neben diesen sichtbaren Veränderungen hat sich bei mir aber auch einiges im mentalen Bereich verändert. Ich fühle mich entspannter und ausgeglichener. Lasse mich nicht mehr so leicht wie früher aus der Ruhe bringen und kann ganz allgemein besser mit Stress umgehen. Nach einem anstrengenden Arbeitstag gibt es bei mir eher einen Feierabendlauf statt eines Feierabendbiers. Mir persönlich tut das sehr gut. Ab und an schmeckt ein kühles Bierchen aber trotzdem. Allein schon wegen der Elektrolyte.

Wegen diesen positiven Nebenwirkungen von meinem Training könnte ich am Sonntag eigentlich ganz entspannt an den Start gehen und nur zum Spaß mitlaufen. Die Zielzeit ist ja eigentlich zweitrangig. Ja und nein: die Zielzeit ist für mich zweitrangig, aber nur wenn ich auch alles gegeben habe. Bei einem Marathon gibt es viele Faktoren, die man unmöglich alle kalkulieren kann. Wetter und Tagesform sind nur zwei davon. Nach fast einem halben Jahr Training bin ich jetzt aber auch so ehrgeizig das ich wissen will, ob ich alles richtig gemacht habe. Meine aktuelle Trainingsleistung und das Ergebnis von meinem letzten Trainingswettkampf zeigt mir an, das eine Zeit von 3:20h möglich sein sollte. Daher habe ich mir für nächste Woche ein Zeitfenster von fünf Minuten gewählt: 3:25h als Minimum und eine best case Zeit von 3:19:59h. Ob ich die knappere Zeit angreife, will ich am Race Day je nach Gefühl entscheiden.

Mein erster Bloggeburtstag

Ach wie schnell doch die Zeit vergeht. Heute vor einem Jahr hatte ich den ersten Artikel hier im Blog geschrieben. Damals hatte ich mir in den Kopf gesetzt, dass ich unbedingt einen Marathon laufen will. Und das wollte ich jedem, der es wissen wollte, mitteilen. Naja, zu dem Zeitpunkt gab es natürlich noch niemanden der es wissen wollte. Aber das Prinzip zählt natürlich.

Und heute, ein Jahr später? Bin ich bereits zwei Marathons gelaufen. Bei meinem zweiten Marathon konnte ich sogar die magischen vier Stunden unterbieten. Mit 3:58:01 zwar nur knapp, aber immerhin. Neben diesen beiden Wettkämpfen bin ich aber auch sonst eine menge gelaufen. Unter anderem bin ich im März auch meinen ersten Halbmarathon gelaufen. So etwas sollte man ja auch mal gemacht haben, bevor man sich an die volle Distanz heranwagt. Und ich konnte meine persönliche 10 km Bestzeit auf 47:30 Min verbessern.

Diese Zahlen freuen mich zwar, weil sie messbar und damit ein greifbarer Fortschritt sind. Aber was mich noch viel mehr freut ist das, das nicht so greifbar ist: die Lust am Laufen. Ich laufe mittlerweile im Mittel fünf mal die Woche und genieße es. Das ist mir so richtig bewusst geworden, als ich wegen einer Verletzung für knapp zwei Wochen nicht laufen durfte. Erst wenn man etwas nicht mehr hat, weiß man wie wichtig es für einen ist.

Was wird die Zukunft bringen? Das weiß ich natürlich nicht, aber ich weiß was ich mir wünsche und vorstellen kann. In vier Wochen werde ich in Frankfurt meinen dritten und letzten Marathon für dieses Jahr bestreiten. Ich hoffe, dass ich dort eine Zeit um 3:50h laufen kann. Im kommenden Winter möchte ich gerne an einem Schwimmkurs teilnehmen und eine vernünftige Schwimmtechnik lernen, um in den kalten Monaten eine Alternative zum Laufen zu haben. Nächstes Jahr möchte ich wieder regelmäßig an 10 km Wettkämpfen teilnehmen und endlich unter 45 Minuten laufen. Auf der Marathondistanz möchte ich mich gerne auf 3:45 verbessern. Außerdem würde ich gerne im Frühjahr gerne mal an einem kleinen Triathlon teilnehmen.

Ich bin jedenfalls gespannt, was das nächste Jahr bringen wird!

Frankfurt Calling

Heute war die Anmeldebescheinigung für Frankfurt im Briefkasten. Für mich war das ein guter Anlass, um die letzten Monate noch einmal Revue passieren zu lassen und über die nächsten beiden großen Termine (Karlsruhe im September und eben Frankfurt im Oktober) nachzudenken.

Ich bin dieses Jahr bisher 1421 Kilometer gelaufen und habe immer noch viel Spass dabei. Außerdem habe ich dieses Jahr meinen ersten Marathon geschafft und bin das erste Mal die 10 Kilometer in weniger als 50 Minuten gelaufen. Das ist viel mehr, als ich noch Anfang des Jahres gedacht habe. Und darum ist es echt etwas ganz besonderes für mich.

Heute, einen guten Monat vor meinem zweiten Marathon, denke ich über die magischen 42 Kilometer ganz anders als noch im Frühjahr. Ich habe keine Angst, aber dafür sehr viel Respekt. Beim nächsten Mal hoffe ich, dass ich weniger aufgeregt bin und den ganzen Lauf mehr genießen kann. Oh ja, und für Frankfurt im Oktober wünsche ich mir, die volle Distanz in weniger als vier Stunden zu bewältigen. Und falls es nicht klappt, habe ich ja schon ein Ziel für 2012.

Alle guten Dinge sind 1000

Ich habe es geschafft und am letzen Sonntag meinen eintausendsten Laufkilometer überschritten (welch ein Wortwitz). Noch nie bin ich in einem halben Jahr so viel gelaufen. Nun ja, ich bin zuvor auch noch nie in einem Jahr so viel gelaufen. Es existieren zwar keine Aufzeichnungen aus meinen jungen Läuferjahren, aber ich bin mir recht sicher, dass ich in den letzten 10 Jahren zusammen keine 1000 Kilometer gelaufen bin.

Daher bin ich einfach einmal so frei und zeichne mich selber mit einer Medaille aus:

PS: Der Ehrgeiz in mir ist jetzt natürlich darauf aus, die 2000 Kilometer in diesem Jahr zu knacken… :)

Nach dem Marathon ist vor dem Marathon

Wenn ich ehrlich bin, dann musste ich nicht lange überlegen. Kurz nachdem ich in Hamburg über die Ziellinie gelaufen war, war mir klar, dass dies nicht mein einziger Marathon bleiben würde.

Mit diesem Gedanken hatte ich schon vor meinem Debut geliebäugelt, aber mir einer Entscheidung wollte ich unbedingt bis nach dem Lauf warten. Vielleicht, so dachte ich, sehr ich die Sache danach ja anders.

Nun, ich sehe die Sache aber genau so, wie ich es vermutet habe und daher habe ich mich gestern zum Baden-Marathon im September angemeldet. Für mich ist das ja quasi ein Heimspiel. Neben diesem bequemen Detail habe ich jetzt auch ein konkretes Ziel im Herbst, auf das ich trainieren kann. Und diesmal hoffe auch mildere Temperaturen, damit die magische Grenze von 4 Stunden endlich gebrochen wird.

Die ersten Schritte danach

Gestern Abend war ich das erste Mal seit dem Marathon wieder laufen. Eigentlich wollte ich mich ja erstmal ein paar Tage schonen, aber nach zwei Tagen Pause haben mein Körper und mein Geist einfach nach Bewegung verlangt. Und ich wollte da natürlich auch kein Spielverderber sein. Solchen Lastern gebe ich gerne nach.

Und so bin ich dann gestern Abend ganz gemütlich 12 Kilometer durch den Karlsruher Oberwald gelaufen. Normalerweise entspannt mich das Laufen mental ziemlich stark. Ich gehöre also nicht zu den Leuten, die beim Laufen total kreative Ideen haben. Bei mir ist das eigentlich genau anders herum. Gestern habe ich allerdings eine Ausnahme gemacht und mal über den kommenden Herbst nachgedacht. Genauer genommen über die anstehenden Herbstmarathons.

Die erste Euphorie von Hamburg ist mittlerweile verflogen. Das macht das Erlebnis nicht schlechter, aber lässt es mich ein wenig nüchterner betrachten. Und so ganz nüchtern komme ich zu einem Schluss: trotz aller Strapazen war dieser Marathonlauf absolut toll. Und ich finde keinen Grund, nicht noch einmal zu einem Marathon anzutreten und dabei vielleicht sogar meine Zeit zu verbessern. Unter den magischen vier Stunden… das wäre schon was. Konkret sieht es momentan so aus, dass mit Karlsruhe im September und / oder Frankfurt im Oktober liebäugle. Nach der relativ schnellen Regeneration nach Hamburg tendiere ich momentan sogar ein bisschen mehr in Richtung und.

Rheinzaberner Winterlaufserie

Dieses Jahr findet die Rheinzaberner Winterlaufserie bereits zum 29. Mal statt. Drei Läufe von 10, 15 und 20 km Länge sorgen dafür, dass man auch in der kalten Jahreszeit genug Anreiz für ein ausgedehntes Training hat.

Der 20 km Lauf Anfang Februar sollte auch ein guter Ausgangspunkt für das spezifische Marathontraining für Hamburg sein.

Bild: tv-rheinzabern.de

Hamburg Marathon 2011

Ich hab’s getan. Heute habe ich mich für den Hamburg Marathon am 22.05.2011 angemeldet. Sicherlich reichlich früh, denn ich denke nicht, dass alle Startplätze bald vergeben sind. Mir geht es mit der Anmeldung aber in erster Linie auch nicht darum, mir einen Startplatz für genau diesen Marathon zu sichern, sondern darum, ein konkretes Ziel zu haben.

Ich kenne mich gut genug, um zu wissen dass ich ein zielorientierter Mensch bin. Und als solcher brauche ich ein konkretes Ziel oder eine Deadline, um meine Leistung auch optimal zu bringen. Um genug Motivation zu haben. Und in Anbetracht der kalten und dunklen Jahreszeit sicher auch, um Abends das Training nicht zu schwänzen.

Denn genau das habe ich die letze Woche leider bemerkt. Da gabs mal ein wenig mehr Stress im Büro gepaart mit ein wenig Nieselregen und schon bin ich Abends einfach daheim geblieben. Und Ausreden finden sich in solchen Situationen ja auch sehr schnell. “Bei dem Wetter fange ich mir sicher ‘ne Grippe ein – und dann leidet das Training ja noch mehr darunter.”… “Gut, dann lasse ich es heute Abend ausfallen, aber dafür gehe ich morgen früh.”

Nun, bis zum Marathon ist es jetzt zwar noch ein gutes halbes Jahr, aber dennoch ist für mich da jetzt ein fixer Termin. Ein Ziel, dass ich erreichen möchte werde. Aber dafür muss natürlich auch so einiges getan werden.